WAS IST SCHULSOZIALARBEIT?

An einer Schule treffen jeden Tag hunderte Menschen aufeinander. 

Am Schulzentrum in Neckartenzlingen mit seinen vier Schularten gibt es insgesamt ca. 1500 Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommen noch über 100 Lehrkräfte und außerdem noch weitere an der Schule beschäftigte Personen.

Tag für Tag treffen also viele unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander...dass es dabei gelegentlich zu Schwierigkeiten untereinander kommen kann, ist eigentlich selbstverständlich.

Jeder Mensch und eben auch jedes Kind und jeder Jugendliche hat eigene Vorlieben und Interessen und natürlich eigene Charaktereigenschaften. Neben den Anforderungen in der Schule müssen auch zuhause teilweise schwierige Situationen gemeistert werden, was vielen oftmals nicht so einfach und problemlos gelingt. Dabei wird vieles in den Schulalltag mit hineingetragen, was wiederum zu weiteren Konflikten, Sorgen und Problemen führen kann. 

Die Schulsozialarbeit kann in solchen Fällen eine Anlaufstelle darstellen. Sie kann Ansprechpartner für einzelne Schülerinnen und Schüler, für Eltern und weitere Angehörige oder für Lehrkräfte sein. Zudem kann die Schulsozialarbeit präventiv oder auch intervenierend mit kleineren Gruppen oder ganzen Klassen arbeiten und so zu einem respektvollen Umgang miteinander und einem angenehmen Schulklima beitragen. Um den Kindern und Jugendlichen einen leichteren Zugang zur Schulsozialarbeit zu ermöglichen ist das Angebot offener Freizeitangebote ein ebenso wichtiger Bestandteil der Arbeit. Auch die Vernetzung innerhalb der Schule und innerhalb des Sozialraums trägt zu einer vollumfassenden Unterstützung in der Schule bei.

Das wichtigste Arbeitsmittel für uns als Schulsozialarbeit ist die Beziehungsarbeit. Diese steht bei uns bei allen Angeboten im Vordergrund. Nur durch den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen können wir für sie eine gute Anlaufstelle  darstellen. 

Die eben kurz beschriebenen vielfältigen Aufgaben werden grundsätzlich als die vier Säulen der Schulsozialarbeit beschrieben. Nachfolgend sind diese vier Säulen noch einmal einzeln aufgelistet. 

Beratung/

Einzelhilfe

Sozialpädagogische

Gruppenarbeit

Offene

Freizeitangebote

Vernetzung

Die Schulsozialarbeit ist im Achten Sozialgesetzbuch unter §11 "Kinder- und Jugendarbeit" und §13 "Jugendsozialarbeit" verankert. An den Richtlinien dieser beiden Paragraphen orientiert sich unsere Arbeit.

Daraus ergeben sich folgende grundsätzliche Prinzipien, nach denen wir arbeiten:

SCHWEIGEPFLICHT

Wir als Schulsozialarbeit müssen uns in unserer täglichen Arbeit an die Schweigepflicht halten, d.h. alles, was uns erzählt wird, bleibt auch bei uns.

FREIWILLIGKEIT

Unsere Angebote sind grundsätzlich freiwillig. Wir bieten unsere Unterstützung gerne an, ob sie jedoch angenommen wird, bleibt jedem selbst überlassen. Lediglich Angebote für ganze Klassen können für die Kinder und Jugendlichen Pflicht sein, wenn sie über die Schule und damit als Pflichtveranstaltung laufen.

NIEDERSCHWELLIGKEIT

Wir versuchen stets unsere Angebote für alle zu öffnen und zugänglich zu machen. Deshalb orientieren wir uns mit allen unseren Angeboten am Schulalltag und können sie trotzdem flexibel gestalten, sodass der Zugang für Schülerinnen und Schüler, sowie für Eltern und Lehrkräfte möglichst einfach ist.

LÖSUNGSORIENTIERUNG

Egal ob bei Konflikten oder persönlichen Krisen - wir versuchen gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. 

BETEILIGUNG

Insbesondere im Beratungskontext ist uns wichtig die Beteiligten und ganz besonders die Kinder und Jugendlichen in alle Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Wir entscheiden nicht für jemanden, sondern versuchen lediglich Handlungsmöglichkeiten oder Alternativen aufzuzeigen - Entscheidungen trifft jeder und jede selbst!

WERTSCHÄTZUNG

Als Schulsozialarbeit begegnen wir allen am Schulleben Beteiligten offen und respektvoll. Bei uns wird jedes Anliegen ernst genommen!

PRÄVENTION

Ein wichtiges Prinzip der Schulsozialarbeit ist das präventive Handeln. Das bedeutet, dass wir mit allen unseren Angeboten darauf hinarbeiten wollen, bei möglichen Krisen, Problemen und Schwierigkeiten bestmöglich vorbereitet zu sein und dementsprechend handeln zu können. Dazu zählt bspw. auch die ständige Beziehungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Dadurch soll einerseits der Zugang zu uns erleichtert und andererseits zu einem respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander beigetragen werden

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